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Nachdem die im Weiterbildungsbereich zuständigen Gewerkschaften und Arbeitgeber sich auf einen Mindestlohn geeinigt hatten kam die Überraschung aus dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales. An einem branchenweiten Mindestlohnvertrag läge offenbar aus Sicht des Ministeriums “kein öffentliches Interesse”, er werde daher abgelehnt.

Scharfe Kritik kommt unter anderem aus den Reihen der SPD von der Arbeitsmarktexpertin Annette Kramme. Aus ihrer Sicht können die schwarzen Schafe in der Weiterbildungs-Branche damit weiterhin ungehindert ihr Unwesen treiben. Sie spricht wörtlich von einem “Paradies für unseriöse Anbieter”. Petra Gerstenkorn (apropos: was ist eigentlich ein Gerstenkorn?) aus dem Vorstand der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di befürchtet, dass sich damit eine Schraube des Lohndumpings weiter nach unten entwickelt. Das Veto des Arbeitsministeriums zum Weiterbildungs-Mindestlohn ist insofern erstaunlich, als sich hier die Politik dem Antrag der Arbeitgeber und Gewerkschaften aktiv entgegenstellt.

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